Still Life

The Chorus for Animals, People and other Lives

Wessen Leben zählt als Leben? Demokratische Gesellschaften beruhen auf der Ausgrenzung, Kontrolle und Ausbeutung von als überflüssig geltenden Existenzen. Grenzen, Mauern, Lager und digitale Identifikationstechniken garantieren dem globalen Norden ein sorgenfreies Dasein.
Still Life ist ein chorisches Manifest einer neu konzipierten Gesellschaft. Der Chorus stellt die Frage, wie wir in einer Ära der Massenepidemie, der Massendigitalisierung und des Massensterbens Verbindungen aufrechterhalten und wiederaufbauen können. Der Chorus erschafft ein brutales, grenzüberschreitendes Lied, um die allgegenwärtigen Mechanismen von Ausgrenzung und Gewalt offenzulegen, deren schrecklichste Steigerung die Genozide sind, die aus »Nie wieder« ein »Auschwitz kein Ende« machten. Diesem schonungslosen Lied wird eine ekstatische Hymne unendlichen Lebens entgegengesetzt, um die gemeinsame Welt durch einen Chorus aller Lebewesen wiederaufzubauen: Menschliches und nicht-menschliches Leben, Lebende und Tote, Tiere, Pflanzen, Bakterien und Viren. Verbindende Kraft wird der Gott des ungeteilten Lebens, der vor- und nachmenschlichen Zeit sein: ein vervielfachter digitaler Dionysos.

Mit Lindy Larsson Forss, Thekla Hartmann, Vidina Popov, Sesede Terziyan sowie Performer*innen des Political Voice Institute: Sandra Bourdonnec, Hila Meckier, Gian Mellone, David JongSung Myung

Eine Produktion des Maxim Gorki Theaters. Still Life ist Teil des Projektes Chorus of Women Berlin, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Mit freundlicher Unterstützung des Museum für Naturkunde Berlin.

Ein Projekt von
Marta Górnicka
Regie / Libretto / Konzept
Marta Górnicka

Team

Bühne

Kostüme

Komposition

Sounddesign

3D Video-Animationen

Übersetzung