Premiere: Mutter Courage und ihre Kinder

2. Teil der Kriegstrilogie

Anna Fierling reist während des Dreißigjährigen Krieges durch ein verwüstetes und traumatisiertes Europa. In einer Zeit, in der Ideologien die Hüllen für die völlige Entmenschlichung bilden, zieht sie als Marketenderin von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz. Ihr Geschäftssinn ist ihr Antrieb, ihr Geschäftsmodell sind Nöte und Tod. Fierlings Plan, ihre Kinder unbeschadet durch die Zerstörungen zu führen, muss grandios scheitern. Die von Regisseur Oliver Frljić konzipierte »Kriegstrilogie«, fand mit Dantons Tod / Iphigenie ihren Auftakt. Mit einer rein weiblichen Besetzung fragte er nach Opferbereitschaft und Rollenbildern. Hier setzt nun der zweite Teil an, um Querverbindungen zwischen Krieg, Faschismus und Kapitalismus in den Blick zu nehmen.
 

TRAILER ANSEHEN

 

Hinweis: In der Inszenierung kommt einmalig ein Blitzlicht-Effekt zum Einsatz, der negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben kann.
 

Premiere am 9/Oktober 2022

 

Das Gorki wird 70!
Premiere im Jubiläumsmonat Oktober!

 

Foto: Esra Rotthoff

Bühnenfotos: Ute Langkafel MAIFOTO

In einer Bearbeitung von
Daniel Regenberg
Do.
19:30
Bühne

With English surtitles

18:45 Stückeinführung im Kiosk


With English surtitles

18:45 Stückeinführung im Kiosk

So.
18:00
Bühne

With English surtitles

17:15 Stückeinführung im Kiosk


With English surtitles

17:15 Stückeinführung im Kiosk

Mi.
19:30
Bühne

With English surtitles


18:45 Stückeinführung im Kiosk


With English surtitles


18:45 Stückeinführung im Kiosk

Besetzung

Maryam Abu Khaled

Yanina Cerón

Lea Draeger

Kenda Hmeidan

Abak Safaei-Rad

ÇİĞDEM TEKE

Pressestimmen

»Es wird nicht das 17. Jahrhundert auf die Bühne geholt, aber natürlich die gegenwärtigen Kriege und Konflikte sind sehr präsent. Das fängt bei den Kostümen an und geht dann aber noch sehr viel weiter. Man hört zum Beispiel ein arabisches Lied – einer der Höhepunkte an diesem Abend.« 

Tobi Müller, Deutschlandfunk Kultur

»Oliver Frljić war noch nie ein Regisseur der Zwischentöne – bei ihm gibt es nur Schwarz, Weiß und die grellsten Farben. Das Laute und Grelle passt diesmal zu Brechts Lehrstück, das auch nicht eben subtil daher kommt. Das Bedrückendste der Inszenierung sind allerdings ihre Bilder. Leichen überall. Sie hängen als Puppen von der Decke, sie stapeln sich in Plastiksäcken auf dem Boden, sie werden wie Mehlsäcke von hier nach da geworfen.«

Barbara Behrendt, rbb

»Grandios schon das erste Bild, in dem die Courage in einem Tarnnetz gewandet den zwei Werbern gegenübersteht, ihre Kinder unter dem Camouflage versteckend, das in der Auflösung aber auch den Planwagen darstellt, den die drei Kinder wie im Geschirr ziehen. (…) Das Tarnnetz macht die Courage über den ganzen Abend kenntlich, da die Rolle von Bild zu Bild auch wechselt. Das Ensemble ist wieder rein weiblich besetzt und dazu recht international, was natürlich auch gut zum Stück passt.«

Stefan Bock, Kultura-Extra