Zeitgenoss*in Gorki I Buchcover
Zeitgenoss*in Gorki – Zwischenrufe

Das Buch zum Jubiläum

Wir haben uns den Spaß erlaubt, 70 Jahre Maxim Gorki Theater, bald 20 Jahre postmigrantisches Theater, neun Jahre Intendanz Shermin Langhoff zu addieren – das macht 99. Genau diese Zahl an Wegbegleiter*innen, Zuschauer*innen, Freund*innen, Künstler*innen und Kreative haben wir gebeten, mit einem »Zwischenruf« ihren ganz eigenen Blick auf das Gorki und die Vorgeschichte des postmigrantischen Theaters zu werfen. Schließlich ist jede Geschichte – auch die unseres Theaters – die Geschichte von Vielen. Erst im Zusammenspiel der verschiedenen Perspektiven entsteht ein lebendiges Bild – das dennoch nie vollständig sein wird. 
Zeitgenoss*in Gorki ist ein Buch der Assoziationen – und der guten Laune. Wir lassen Menschen und Bilder sprechen: Mit Fotografien von Esra Rotthoff vor der Bühne, von Ute Langkafel auf der Bühne und von Lutz Knospe hinter der Bühne.

Das Buch zum Jubiläum erscheint im Verlag Theater der Zeit.

Herausgeber*innen Shermin Langhoff und Lutz Knospe. 
Redaktion Patrick Wildermann.

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Jubiläumsmotiv I Platzhalter 70 Jahre Gorki

Gorki-Jubiläum

Das Maxim Gorki Theater wurde 1952 als ein Ort zur Pflege russischer und sowjetischer Theaterkunst gegründet, wohl auch infolge des Formalismusstreits und als Antwort auf Brechts Episches Theater in Berlin. Wir feierten am 9/Oktober Premiere mit Bertolt Brechts MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER, die der Hausregisseur und künstlerischer Co-Leiter des Gorkis, Oliver Frljić auf die große Bühne brachte. In diesem, dem zweiten Teil der von ihm konzipierten »Kriegstrilogie«, die mit DANTONS TOD / IPHIGENIE ihren Auftakt gefunden hat, untersucht er Querverbindungen zwischen Krieg, Faschismus und Kapitalismus. 

Am 1/Oktober begann der Jubiläumsmonat mit einem Blick in die Vergangenheit des Hauses – Thomas Langhoffs legendäre Inszenierung der Drei Schwestern von Anton Tschechow. Diese Produktion mit Monika Lennartz, Ursula Werner und Swetlana Schönfeld in den Titelrollen, deren Premiere im Jahr 1979 stattfand, traf mit ihrer Darstellung vom Warten und Stillstand den Nerv des Publikums in der DDR und wurde mit 157 Vorstellungen zum Theater-Hit. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums brachte Regisseur Christian Weise DREI SCHWESTERN ins Studio Я. Auf Grundlage der Verfilmung von 1984 spürt er dem Zeitgeist und Lebensgefühl von damals nach. 

Am 29/Oktober, dem eigentlichen Geburtstag des Gorkis, fand nach der Vorstellung von DREI SCHWESTERN ein Gespräch mit Mitgliedern des Originalensembles von 1979 und der aktuellen Inszenierung statt. Auf der Jubiläumsparty performten die Gorki-Schauspieler*innen Vidina Popov, Anastasia Gubareva, Marina Frenk, Daniel Kahn mit Falk Effenberger und Peer Neumann Hits aus dem Gorki Repertoire bevor Sarah Farina und DJ Bariș um 23 Uhr an den Plattenteller übernahmen.

Am 8/Oktober feierten auch die Golden Gorkis Premiere. Mit ÄTSCH AGE! gestaltete das Ensemble 60+ einen Abend, der das Alter tanzen, singen, erzählen, musizieren und aufbegehren lässt.