Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen
Sibylle Berg Spezial: Verfügbar ab 10/Juni 18:00 für 48h

Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen

Von Sibylle Berg | Regie Sebastian Nübling | Choreographie Tabea Martin

Abends, eine junge Frau allein in ihrer Wohnung. Freundinnen kontaktieren sie per Skype und per Chat, Kurznachrichten treffen ein, die Mutter ruft an. Einige Stockwerke tiefer im Keller: ein gefesselter und geknebelter Mann…

Sibylle Berg hat eine Textfläche für die Choreographin Tabea Martin, den Regisseur Sebastian Nübling und vier Schauspielerinnen des Maxim Gorki Theaters geschrieben. Von den Medien und der Werbeindustrie produzierte Frauenbilder, der Imperativ eines erfolgreichen Lebensentwurfs und eigene Ängste und Sehnsüchte schlagen sich in den Leben der jungen Frauen nieder: nächtliche Prügeltouren durch die Stadt, Körperkult und Fitnesswahn, Shoppingexzesse zwischen den BWL-Vorlesungen und der Vertrieb von selbstsynthetisierten Drogen über das Internet. Daneben stehen Fragen danach, wie die Frauen leben wollen und wo sie die Ursachen für ihre Orientierungslosigkeit suchen. Es entsteht die wütende, beißend-komische Bestandsaufnahme einer jungen Frau, die sich selbst und andere Frauen in ihren Reaktionen auf die Welt befragt.

„Es sagt mir nichts, das so genannte Draußen“ wurde von der Fachzeitschrift „Theater Heute“ zum deutschsprachigen Stück des Jahres 2014 gewählt  

In Kooperation mit dem jungen theater basel.

Premiere: 23. November 2013

Foto: Esra Rotthoff

Und dann kam Mirna
Sibylle Berg Spezial: Verfügbar ab 10/Juni 18:00 für 48h

Und dann kam Mirna

Von Sibylle Berg | Regie Sebastian Nübling

Eine halb ausgeräumte Wohnung, Koffer und Kartons: Eine Frau Mitte Dreißig wartet gemeinsam mit ihrer zehnjährigen Tochter Mirna auf den Umzugswagen, der sie in ihr neues Leben bringen soll.
Beim Packen werden Frauenbilder und Beziehungskonzepte des 21. Jahrhunderts ebenso bissig kommentiert wie das Scheitern an den eigenen Erwartungen und die diffuse Sehnsucht nach einem Neuanfang, der nie Wirklichkeit werden wird. All dies in Gesellschaft von Tochter Mirna, die zum Befremden der Mutter zwar die eigene Scharfzüngigkeit geerbt hat, aber ansonsten ganz anders geraten zu sein scheint als die Mutter selbst…

Nach Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen, welches von der Zeitschrift Theater heute zum Theaterstück des Jahres 2014 gewählt wurde, hat Sibylle Berg eine Fortsetzung geschrieben, in der die Geschichte weitererzählt wird. Gemeinsam mit den Schauspielerinnen aus Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen  und vier Kindern erzählen Sebastian Nübling und Tabea Martin, wo die rebellischen jungen Frauen zehn Jahre später mit Mitte Dreißig stehen: Sie haben Kinder bekommen, Trennungen hinter sich und schlagen sich mit der schmerzhaften Einsicht herum, dass sie »nur ein kleines mittelmäßiges Leben« haben werden – und mit ihren Töchtern, die ihre Mütter ebenso kritisch hinterfragen, wie diese die Generation vor ihnen.

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Gewinner des Friedrich-Luft-Preises 2015

Gewinner des Publikumspreises der Mülheimer Theatertage 2016 


Premiere: 24. September 2015

Nach uns das All
Sibylle Berg Spezial: Verfügbar ab 10/Juni 18:00 für 48h

NACH UNS DAS ALL - DAS INNERE TEAM KENNT KEINE PAUSE

Von Sibylle Berg | Regie Sebastian Nübling | Choreographie Tabea Martin

Europa, irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft: Auf einem von politischen Spannungen und kriegsähnlichen Unruhen gezeichneten Kontinent haben sich Nationalismus und Faschismus endgültig durchgesetzt. Eine Frau in den Dreißigern bereitet sich auf den Ausstieg vor, indem sie sich für eine Reality-Show bewirbt, deren Teilnehmer*innen auf den Mars fliegen, um dort eine neue Gesellschaft aufzubauen. Was angesichts der zunehmenden Verrohung als letzter Ausweg erscheint, wird jedoch nur unter bestimmten Bedingungen gewährt: Die Rakete kann nur gemeinsam mit einem Mann als Zweierteam bestiegen werden, damit die Fortpflanzung auf dem fremden Planeten gesichert ist... Nach Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen und Und dann kam Mirna (Mülheimer Theatertage 2016) inszenieren Regisseur Sebastian Nübling und Choreografin Tabea Martin eine dritte Folge der Geschichte um Sibylle Bergs Anti-Heldin des 21. Jahrhunderts, die sich in Teil drei mit der Vorbereitung ihres intergalaktischen Ausstiegs beschäftigt und sich dafür mehr oder weniger überzeugt auf Partnersuche begibt.

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Uraufführung: 24. September 2017

Foto: Esra Rotthoff