Portrait Hakan Savas Mican

Hakan Savaş Mican

Hakan Savaş Mican, 1978 in Berlin geboren und in der Türkei aufgewachsen, kehrt 1996 nach Berlin zurück und schloss 2004 ein Architekturstudium ab. Anschließend studierte er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Während des Studiums entstanden Spiel- und Dokumentarfilme für ARTE und den RBB.

Seit 2008 arbeitet er als Regisseur, Autor und Bearbeiter literarischer Stoffe für das Theater, u. a. am Thalia Theater Hamburg und am Maxim Gorki Theater, wo er seit 2013 Hausregisseur ist. Seine Arbeiten wurden zu zahlreichen Festivals eingeladen, darunter das Berliner Theatertreffen, und gastierten international, u. a. in Stockholm, Amsterdam, Prag und New York.

Am Maxim Gorki Theater inszenierte Mican bislang sechzehn Produktionen, darunter eigene Texte wie BERLIN ORANIENPLATZ, BERLIN KLEISTPARK, Berlin Karl-Marx-Platz und Alles wird schön sein., Stücke von Sasha Marianna Salzmann (SCHWIMMEN LERNEN, Muttersprache Mameloschn), Buchadaptionen wie Vatermal von Necati Öziri, Die Nacht von Lissabon nach Erich Maria Remarque, Unser Deutschlandmärchen nach dem Roman von Dinçer Güçyeter und Die Ungehaltenen nach dem Roman von Deniz Utlu, klassische Stücke wie Glaube Liebe Hoffnung von Ödön von Horváth sowie Filmadaptionen für die Bühne wie Angst essen Seele auf von Rainer Werner Fassbinder und Der Mann, der Liberty Valance erschoss nach dem Film von John Ford.

Neben Theaterarbeiten realisiert er Video-Installationen, die u. a. beim Berliner Herbstsalon am Maxim Gorki Theater sowie in weiteren Ausstellungen gezeigt wurden, darunter Souvenirs und Reaching the Level of Contemporary Civilisation 2. Eine Auswahl seiner Stücke erscheint im Februar 2026 in zwei Bänden. Mican lebt in Berlin.

Foto: Esra Rotthoff