Rabatt

Was passiert eigentlich, wenn man in diesem Land stirbt und kein Geld für die Beerdigung da ist? Klar, niemand will sich wirklich darüber Gedanken machen. Aber was für Möglichkeiten bleiben denn für diese letzte Reise? Stichwort: Ordnungsbehördliche Bestattung.
Nach The Making-Of und The Sequel ist Nora Abdel-Maksoud zurück am Gorki.
Für ihre neue Komödie widmet sich die Regisseurin und Autorin einmal mehr den Absurditäten, die die Verteilungslage unserer Gesellschaft hervorruft. In einer, immer wieder schräge Volten schlagenden Handlung, wirbelt sie ihre Hauptfigur, eine erfolgreiche Journalistin, von Berlin ins »Valley«, einem unverschämt reichen Dorf vor den Toren der Stadt. Hier regiert der Undertaker, Discountbestatter, Visionär, und bisher geltende Gewissheiten scheinen sich umzukehren. Aber was haben Wasserrohre mit all dem zu tun und wer bezahlt das eigentlich alles?

Uraufführung: 10/April 2022

Hinweis: Die Produktion enthält Stroboskop-Lichteffekte, schnelle und flackernde Bildabfolgen, die negative Auswirkungen auf lichtempfindliche Zuschauer*innen haben können.


TRAILER ANSEHEN

Foto: Esra Rotthoff
Bühnenfotos: Lutz Knospe

Text und Regie
Nora Abdel-Maksoud
Sa.
19:30
Bühne

With English surtitles

Theatertag: jedes Ticket 10 Euro
 


With English surtitles

Theatertag: jedes Ticket 10 Euro
 

Team

Livemusik

Musikalische Leitung

Dramaturgische Beratung

Besetzung

Niels Bormann

AYSİMA ERGÜN

Orit Nahmias

TANER ŞAHİNTÜRK

Falilou Seck

Pressestimmen

»Einmal mehr schließt Abdel-Maksoud ins Absurde überhöhte Kulturbetriebseigenheiten, sarkastische Beobachtungen sozialer Scheinnormalitäten und überschießende Pulp Fiction unterhaltsam kurz. Das Stück ist eine mit Filmzitaten und Popreferenzen gespickte Extravaganza, die staunenswerte Volten schlägt.«

Patrick Wildermann, Tagesspiegel

»Die Pointen sind scharf und vielschichtig. Orit Nahmias paddelt als Dena in einem irren Tempo durch das redeschwallende Skript und wirft mit Buzz-Wörtern um sich. Schon in den ersten Minuten wird launig mit der Theaterillusion gebrochen: Das Publikum wird ständig angesprochen, popkulturelle Verweise häufen sich, und absichtlich verpatze Auftritte reißen Löcher in den Erzählfluss, über die Nahmias und ihre Mitspieler:innen aber einfach drüber hüpfen. Das macht Spaß; die eigene Aufmerksamkeit muss über die Bühne hetzen, um bloß nichts zu verpassen.«

Sarah Kailuweit, Nachtkritik

»Neben den schnellen Dialogen und scharfen Pointen lebt der hochtourige, 80 Minuten kurze Abend vor allem von seinen Spielern. Orit Nahmias, längst die Komik-Königin des Gorki, erweist sich in der Rolle der Denglisch sprechenden Dena einmal mehr als Meisterin der Pausen und Blicke.«

»Sie alle werfen sich mit Krawumm in ihre Rollen und die Handlung, die ja vor allem ein Aufhänger ist für böse Pointen, über die man erst lacht. Und dann nachdenkt.«

Georg Kasch, Berliner Morgenpost