Pressebrief 19/Mai

Maxim Gorki Theater: Einladung von Shermin Langhoff zum Abschiedsabend SONGS FROM THE LAST YEARS am 13/Juni mit Konzert, Platten-Release & Party

Liebe Freund*innen, liebe begeisterte und kritische Wegbegleiter*innen,

nachdem ich Sie nicht zur Eröffnung des Epilogs des 
7. BERLINER HERBSTSALON ЯE:IMAGINE: AŞK, MARK VE ÖLÜM am von Osman Kavala – unserem langjährigen Freund und Wegbegleiter – geschaffenen Ort DEPO in Istanbul einladen konnte und auch nicht zu meinem eigentlichen Abschied als Intendantin Anfang Juli in Epidauros werde einladen können, wo wir unsere Koproduktion MOTHERS – A SONG FOR WARTIME präsentieren, ist dies die Einladung zur letzten Veranstaltung meiner Intendanz in Berlin.


Aber zunächst: Unsere letzte Premiere hier in Berlin, KASSANDRA OR SONGS OF THE CANARIES war einfach großartig. Sie können sie ein letztes Mal am Gorki Ende Mai sehen, dann Anfang Juni bei den Wiener Festwochen. Marta Górnicka, die Wiederentdeckerin des Chores auf der Theaterbühne, hat eine – nicht nur mich – begeisternde Vorstellung hingelegt. Kaum jemand konnte sich der Kraft, der Wucht dieses Abends entziehen. Dazu gehört auch die darin laut werdende »Deutschlandbeschimpfung«. Nicht nur berechtigt, sondern leider auch nötig gegen die, die behaupten, »die Ausländer sind unser Unglück«. Marta Górnicka erklärt: »Jeden Tag werden ganze soziale Gruppen gesellschaftlich ignoriert und zum Schweigen gebracht. Ihre verletzlichen Stimmen sind für mich wie der Gesang der Kanarienvögel im Bergwerk. Mit dem KASSANDRA CHORUS bringe ich diese Stimmen auf die Bühne, um gemeinsam ein Lied der Ermächtigung zu singen. Solange die Kanarienvögel weiter singen, sind wir am Leben.«

Eine andere Kassandra, die Kanarienvögel liebt, ist
Mely Kiyak, unsere Theaterkolumnistin seit dreizehn Jahren. Im Juni verabschiedet auch sie sich mit einer letzten Kolumne für das Gorki und dem großen Finale von MELY KIYAK HAT KUNST. In ihrer Kolumne antizipierte sie früh die Deportationsfantasien in Almanya – unter der Überschrift »Werden sie uns mit FlixBus deportieren?« Wir hoffen, dass die FlixBusse noch warten müssen, denn wir erkennen auch die Gleichzeitigkeiten, zum Beispiel bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Einerseits hat die AfD dieses Jahr mehr als doppelt so viele Stimmen erhalten wie 2021 und ist drittstärkste Kraft im Stuttgarter Landtag geworden, andererseits ist am 13. Mai Cem Özdemir zum neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt worden. Ich mag mir den Hass der AfDler auf ihn nicht vorstellen. Ich war zur Vereidigungsfeier vor Ort; nicht nur, weil ich ihn persönlich sehr schätze. Für mich und viele andere ist sein Wahlsieg als Humanist, Demokrat und Verteidiger der Meinungsfreiheit – jenseits von möglichen Differenzen im Detail – ein Zeichen der Hoffnung. Der erste deutsche Ministerpräsident, der Kind von Arbeiter*innen und muslimisch gelesenen Einwanderer*innen ist. Trotz Widerständen von AfD bis CDU, selbst bei seiner Wahl am 13. Mai. So geht es auch.

Bitte kommt alle, bitte kommen Sie am 13/Juni ins Maxim Gorki Theater. Es wird Platz gemacht. Der Zuschauersaal wird leer geräumt sein, damit alle einen Platz haben. Stehend oder auf dem Boden sitzend. Wer in einem Zuschauersessel sitzen möchte, der melde sich bitte möglichst umgehend. Im Rang gibt es sie noch.


Sie erinnern sich – wir haben es so oft erzählt: Das Gebäude, in dem heute das Maxim Gorki Theater ist, wurde 1827 für die Berliner Singakademie gebaut. Hier begann am 11. März 1829 mit der Wiederaufführung der »Matthäus-Passion« durch Mendelssohn Bartholdy, die seitdem nicht mehr verebbende Bach-Renaissance. 1833 wurde er trotzdem – (mindestens auch) des Antisemitismus seiner Zeit wegen – nicht zum Leiter der Singakademie gewählt. Ein Jahrhundert später wurden mit der Machtübernahme der Nazis auch alle jüdischen Komponist*innen verboten und verfolgt. Unter ihnen auch Friedrich Holländer, der 1930 in der Singakademie mit Marlene Dietrich die Schallplatte »Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt« eingespielt hatte. Ein weiteres Jahrhundert später grassieren wieder Antisemitismus und Rassismus. Sie haben alle Umbrüche und Systeme überlebt. Nicht ganz so lange, aber spätestens seitdem es sie gibt – also fast zwei Jahrhunderte –, hatte auch die Bekämpfung und Verfolgung von Sozialist*innen Tradition hier, selbst während des 45 Jahre existierenden »realen Sozialismus« deutscher Prägung. Die historische Präsenz vieler Jüd*innen in den sozialistischen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts ist nicht von ungefähr, versprach doch der Sozialismus eine klassenlose Gesellschaft, in der religiöse und ethnische Herkunft keine Rolle spielen sollten.

Auch wir, die das NEUE DEUTSCHE THEATER im vergangenen Vierteljahrhundert miterfunden haben, hatten einen Traum jenseits von Herkunft. »Beyond Belonging«– so der Titel des ersten größeren Programms am HAU Hebbel am Ufer. Bei der Postulierung des postmigrantischen Theaters später am Ballhaus Naunynstraße, ebenso wie bei der Ausrufung der judeomuslimischen Gemeinschaft in der ehemaligen Singakademie, stets ging es um eine politische Haltung und politisches Theater gegen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus.


Diversität war für uns niemals PR-Sprech oder Kampagnenkonzept. Unsere Existenz als Ensemble war immer wieder ein Stachel im deutschen Theater- und Politikbetrieb. Ein Ensemble, in dem selbstverständlich Yael Ronen mit Kenda Hmeidan oder Maryam Abu Khaled arbeiten konnte, in dem Max Czollek und Sasha Marianna Salzmann mit Mely Kiyak und Necati Öziri antifaschistische Reihen kuratierten, in dem sie ebenso wie die so oft als »Andere« markierten Nora Abdel-Maksoud, Hakan Savaş Mican, Dinçer Güçyeter und viele mehr den Kanon auf den Kopf stellten und ihm neue Geschichten hinzufügten. Viele der heute als postmigrantische Literatur von Berlin bis Shanghai Unterrichteten gingen durch das postmigrantische Theater, in dem Nurkan Erpulat den klassischen Kanon ebenso inszenieren durfte wie neue queere Geschichten, in dem nicht nur mit den genannten sondern auch mit Regisseur*innen wie Lola Arias, Marta Górnicka und Oliver Frljić Inter- und Transnationalität – mit klarer politischer Haltung – selbstverständlich waren. In der sich der Herbstsalon, den ich in Bezug auf Herwarth Waldens alias Georg Levins ersten und letzten Deutschen Herbstsalon initiierte und im benachbarten Palais am Festungsgraben ebenso kuratierte wie im Kronprinzenpalais Unter den Linden, der ehemaligen »Galerie der Lebenden«, die von 1919 bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten, die erste öffentliche Sammlung moderner Kunst, insbesondere jener der Expressionist*innen, deren Werke später gestohlen oder vernichtet wurden, beherbergte.

In der Singakademie haben wir in unseren mehr als 250 Inszenierungen mehr als 500 Lieder gesungen. Am 13/Juni stellen wir eine Schallplatte vor mit 24 ausgewählten Aufnahmen davon. Gesungen und gespielt vom diversesten und damit schönsten Ensemble der Stadt, mit Stimmen wie denen von Sesede Terziyan, Jonas Dassler, Taner Şahintürk, Via Jikeli, Nairi Hadodo, Lindy Larsson, Anastasia Gubareva oder Daniel Kahn. Sie werden die antifaschistischen Lieder hoffentlich auf anderen Bühnen weiter singen. Solange sie das dürfen, sind wir am Leben.

Ab 19:30 ist am 13/Juni Einlass in den leer geräumten Theatersaal zu unserem Abschiedskonzert SONGS FROM THE LAST YEARS. Und im Anschluss wird getanzt. Mein bester Freund Fatih Akin legt ebenso als DJ auf, wie unsere All Stars DJ Barış und DJ İpek. Es wird gefeiert werden. Die Kanarienvögel singen noch. Wir tanzen, lachen und umarmen uns. Jetzt erst recht.

Ihre Shermin Langhoff 


Das GOЯKI-Programm der letzten verbleibenden Wochen findet sich unter www.gorki.de

Wir würden uns sehr freuen, bei SONGS FROM THE LAST YEARS am 13/Juni noch einmal gemeinsam mit Ihnen / Euch auf die vergangenen Jahre hier im GOЯKI anzustoßen und gemeinsam zu feiern! Now or never!

Beste Grüße und bis bald

Elisa Thorwarth (Pressereferentin und Stellv. Leitung Kommunikation Gorki)
Nino Medas (Pressesprecher und Leitung Kommunikation Gorki)

Presse 
Maxim Gorki Theater Berlin
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin
Tel. 030 - 20221 355 / 392
presse@gorki.de
www.gorki.de  

 

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Programm-Highlights

Abschiedskonzert und Platten-Release
Samstag, 13/Juni, 20:00 (Einlass 19:30), Bühne
SONGS FROM THE LAST YEARS

Mit Gorki-Ensemble, Gorki-Musiker*innen & Gäst*innen

Im Anschluss Abschiedsparty mit
Fatih Akin, DJ Barış und DJ İpek
Ab 23:00, Bühne
 

Und zum Abschied eine Platte und ein Releasekonzert – und natürlich eine letzte rauschende Party. Im ausgeräumten Saal der ehemaligen Singakademie, spielt eine Bigband mit allen Sänger*innen, die das Haus zu bieten hat, einige der über 500 Lieder aus den letzten 13 Jahren Gorki. Lieder der Hoffnung, der Liebe und des Widerstands, im Glauben daran, dass die Guten immer noch die besseren Lieder haben.
 

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Ausstellung
8/Mai–27/Juni, Depo Istanbul
7. BERLINER HERBSTSALON ЯE:IMAGINE: AŞK, MARK VE ÖLÜM
Kuratiert von Shermin Langhoff
Recherche Team Erden Kosova , Tunçay Kulaoğlu, Hülya Karcı, Mürtüz Yolcu & Maral Müdok
Ausstellungsdesign Alice Faucher
In Kooperation mit Anadolu Kültür, Goethe-Institut Istanbul

Aşk, Mark ve Ölüm (Liebe, D-Mark und Tod) ist ein Lied aus dem Jahr 1982 von Ideal, einer Berliner Band der Neuen Deutschen Welle. Die Band wusste schon damals, ohne wen kein neues Deutschland zu machen war. Für den Liedtext fragten sie den Schriftsteller Aras Ören an. Geboren 1939 in Istanbul war dieser im Jahr 1969, nachdem er als Dramaturg und Schauspieler in Istanbul gearbeitet hatte, nach Westberlin gezogen. Bereits 1973 war der erste Band seiner Berliner Trilogie, das Poem Was will Niyazi in der Naunynstraße?, publiziert worden. Unter dem Titel Aşk, Mark ve Ölüm schrieb er 1982 ein Gedicht über die Enttäuschung der Immigrant*innen in Deutschland. In einer Zeit der rasant ansteigenden Ausländerfeindlichkeit, begleitet durch rassistische Debatten in Medien und Politik über »Überfremdung«. Aras Örens endet in seiner Übersetzung mit den Zeilen:

»Ich heule, schreie und zerschlage
Mit lauter Stimme, mit leiser Stimme
Die Wände überall, alles ist taub
Der Tod kommt billig zu uns.«

Aşk, Mark ve Ölüm lautet auch der Titel eines vielgepriesenen Dokumentarfilms des 1976 geborenen deutschen Regisseurs Cem Kaya zur musikalischen Kulturgeschichte der türkischen Migrant*innen aus dem Jahr 2022. Inspiriert wurde er dabei auch von der Compilation Songs of Gastarbeiter des DJ-Duos Ayata/Kullukcu, das im Rahmen des Festivals Almancı – 50 Jahre Scheinehe zusammenfand – einem Festival, das 2011 unter der künstlerischen Leitung von Shermin Langhoff am Ballhaus Naunynstrasse in Berlin und Istanbul anlässlich des Jubiläumjahres des Anwerbeabkommens 50 Jahre Widerstandsgeschichte feierte.

Mit der Ausstellung Aşk, Mark ve Ölüm kehren wir »Almancı’s« (»Deutschländer«), wie die Emigrant*innen in der Türkei genannt werden, nach Istanbul zurück. Diesmal anlässlich des bevorstehenden 65. Jahrestags und mit dem Maxim Gorki Theater, das seit 2013 unter der Intendanz Langhoff mit seinem biennalen Berliner Herbstsalon auch Bildende Kunst im Theater präsentiert. Die vom 8/Mai bis 27/Juni im Depo Istanbul zu sehende Ausstellung zeigt dabei in zwei Teilen einen kleinen aber wichtigen Ausschnitt des 7. und letzten Berliner Herbstsalons am Gorki.


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Derniere
30/Mai 19:30, Bühne
KASSANDRA OR SONGS OF THE CANARIES
Konzept & Regie Marta Górnicka
Libretto Marta Górnicka & Ensemble
Musik Marta Górnicka & Wojciech Frycz

Bühne Mirek Kaczmarek Kostüme Pola Kardum Choreografie Evelin Facchini Dramaturgie Endre Malcolm Holéczy, Anja Nioduschewski Dramaturgische Mitarbeit Olga Byrska, Maria Rössler Künstlerische Mitarbeit Fifi Rutkowski

Mit Aziza A., Niousha Akhshi, Debbie Arega, Gabriela Beltramino, Robin Francis Denner, Sofia Gubar, Abib Kilian Hempe, Helena Kauschke, Viktoriia Kosorukova, Flavia Lefèvre, Jay Mayhew, Karolina Nägele, Joanna Niemirska, Maja Kowalczyk, Cintia Sofia De Pina Pires, Mathis Reinhardt, Marcela Römhild, Iga Rudnicka, Fifi Rutkowski, Sophia Slamani, Veza van der Sman, Maimouna Sow, Sonnhild Trujillo & Karyna Yağiz

»Jeden Tag werden ganze soziale Gruppen gesellschaftlich ignoriert und zum Schweigen gebracht. Ihre verletzlichen Stimmen sind für mich wie der Gesang der Kanarienvögel im Bergwerk. Mit dem KASSANDRA CHORUS bringe ich diese Stimmen auf die Bühne, um gemeinsam ein Lied der Ermächtigung zu singen. Solange die Kanarienvögel weiter singen, sind wir am Leben.« Die polnische Theaterregisseurin und Autorin Marta Górnicka bringt eine Gruppe von Menschen zusammen, die verschiedene Generationen, Sprachen, Fähigkeiten und Lebenserfahrungen umfasst. Gemeinsam untersuchen sie, was wir als Gesellschaft aus unserem Blickfeld zu verdrängen neigen oder ungesagt bleibt, was uns bevorsteht und schon jetzt direkt vor unseren Augen liegt – und schaffen so eine zeitgenössische, vielstimmige wie sprachmächtige Fortschreibung des antiken Mythos von Kassandra.

Gastspiel bei den Wiener Festwochen:
3/4/5/Juni 19:30, Bühne 


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Derniere & Gespräch
8/Juni 20:30, Studio Я
MELY KIYAK HAT KUNST – DAS GROSSE FINALE
Mit Mely Kiyak

Mely Kiyak hat Kunst heißt die außergewöhnliche Reihe unserer Theaterkolumnistin. Musiker, Lyriker, Künstler, sie geben sich alle die Klinke in die Hand. Es wird gesungen, gelacht, geredet. Ist immer schön. Wenn man Mely fragt, wie sie die Abende beschreiben würde, beginnt sie bei Louis XIV und seiner höfischen Salonkultur des 17. Jahrhunderts und endet in Gelächter. »Komm einfach vorbei! «, sagt sie noch. Also, kommt alle! Am 8/Juni zum letzten Mal! Mit einem Gast, den sie wie immer erst dann bekannt gibt, wenn sie meint, ihn bekannt geben zu müssen. Wir sehen das gelassen. Die Shows sind immer ausverkauft.

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Gastspiel Epidauros
4/Juli 21:30, Little Theatre of Ancient Epidaurus
MOTHERS – A SONG FOR WARTIME
Konzept & Regie Marta Górnicka
Libretto Marta Górnicka & THE CHORUS OF WOMEN

Musikalisches Konzept & Komposition Marta Górnicka, Wojciech Frycz Choreografie Evelin Facchini Bühne Robert Rumas Kostüme Joanna Załęska Übersetzung Libretto Olaf Kühl Video Michał Jankowski Lichtdesign Artur Sienicki Dramaturgische Mitarbeit Olga Byrska, Maria Jasińska Chorus of Women Stiftung Marta Kuźmiak, Iwa Ostrowska, Katarzyna Koślacz

Mit Katerina Aleinikova, Svitlana Berestovska, Sasha Cherkas, Palina Dabravolskaya, Katarzyna Jaźnicka, Ewa Konstanciak, Lisa Yelyzaveta Kozlova, Anastasiia Kulinich, Natalia Mazur, Kamila Michalska, Hanna Mykhailova, Darya Novik, Valeriia Obodianska, Svitlana Onischak, Yuliia Ridna, Maria Robaszkiewicz, Polina Shkliar, Aleksandra Sroka, Kateryna Taran, Bohdana Zazhytska, Elena Zui-Voitekhovskaya

Sie sind Überlebende. Sie sind vor Krieg und Verfolgung Geflüchtete, Zeuginnen von Gewalt und Bombardierungen. Frauen aus der Ukraine und aus Belarus, die nun in Polen leben und gemeinsam auf der Bühne stehen und sprechen wollen. Sie nutzen die Macht ihrer Stimmen, um das zu benennen, für das es keine Worte geben kann. Dabei wollen sie nicht als Opfer, sondern als Protagonistinnen ihrer Geschichten gehört werden.