Kassandra Produktionsbild
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Magda Hueckel
Kassandra © Ute Langkafel
Kassandra © Ute Langkafel
Kassandra © Ute Langkafel

KASSANDRA

OR SONGS OF THE CANARIES

»Das Kassandra-Syndrom – die Erfahrung, dass den eigenen berechtigten Sorgen nicht geglaubt wird und diese Zurückweisung zu psychischen Belastungen und Leiden führt – scheint mir eine gemeinsame Erfahrung und ein Zustand unserer Zeit zu sein. Jeden Tag werden ganze soziale Gruppen gesellschaftlich ignoriert und zum Schweigen gebracht. Ihre verletzlichen Stimmen sind für mich wie der Gesang der Kanarienvögel im Bergwerk. Mit dem KASSANDRA CHORUS bringe ich diese Stimmen auf die Bühne, um gemeinsam ein Lied der Ermächtigung zu singen. Solange die Kanarienvögel weiter singen, sind wir am Leben.« – Marta Górnicka

Die Zukunft scheint düster. Der Eindruck einer vielschichtigen politischen, sozialen, ökologischen und humanitären Katastrophe verursacht Gefühle von Hilflosigkeit und Angst. Ausgelöschte Städte, Kriegstrümmer, überflutete und verdorrte Landschaften sind zur Kulisse unseres Denkens geworden. In ihr hallen die Vorhersagen und Warnungen wider, die ignoriert wurden. 
Im antiken Troja war es das Schicksal der Prophetin Kassandra, Unheil verkündende Bilder der Zukunft vorherzusehen, ohne dass ihre Warnungen Beachtung fanden. Heute werden die Stimmen ganzer sozialer Gruppen durch eine ähnliche Ignoranz ausgeblendet, während apokalyptische Prognosen selbsternannter Kassandras zunehmend an Einfluss gewinnen, über Nationen und Menschen. Die polnische Theaterregisseurin und Autorin Marta Górnicka sucht nicht nach düsteren Prophezeiungen, sondern macht sich auf die Suche nach den wahren Kassandras unserer Zeit. Nach Stimmen, die nicht gehört werden. Stimmen, die attackiert werden. Stimmen ohne Lobby. Sie bringt eine Gruppe von Menschen zusammen, die verschiedene Generationen, Sprachen, Fähigkeiten und Lebenserfahrungen umfasst – darunter die jüngsten und ältesten Rapperinnen Berlins, Kinder, Jugendliche und viele, viele mehr. Als Kassandra-Chor schreiben diese zeitgenössischen Stimmen eine neu interpretierte, vielstimmige Geschichte von Kassandra. Gemeinsam untersuchen sie, was wir als Gesellschaft aus unserem Blickfeld zu verdrängen neigen, was uns bevorsteht und schon jetzt direkt vor unseren Augen liegt, was ungesagt bleibt, was uns voneinander trennt und was wir gemeinsam haben. Und sie singen ein machtvolles Lied.

Mit Aziza A., Niousha Akhshi, Debbie Arega, Gabriela Beltramino, Robin Francis Denner, Sofia Gubar, Abib Kilian Hempe, Helena Kauschke, Viktoriia Kosorukova, Maja Kowalczyk, Flavia Lefèvre, Jay Mayhew, Karolina Nägele, Joanna Niemirska, Cintia Sofia De Pina Pires, Mathis Reinhardt, Marcela Römhild, Iga Rudnicka, Fifi Rutkowski, Sophia Slamani, Veza van der Sman, Maimouna Sow, Sonnhild Trujillo & Karyna Yağiz

Uraufführung 18/April 2026

In Kooperation mit Theater Thikwa. Gefördert von der Hauptstadt Kulturförderung.

Foto: Esra Rotthoff
Bühnenfotos: Magda Hueckel, Ute Langkafel

Di.
19:30
Bühne

Mehrsprachig mit DEU & ENG ÜT

 

 

Z. Zt. ausverkauft

Eventuelle Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.


Mehrsprachig mit DEU & ENG ÜT

 

 

Sa.
19:30
Bühne

Zum letzten Mal

Mehrsprachig mit DEU & ENG ÜT

Z. Zt. ausverkauft

Eventuelle Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.


Zum letzten Mal

Mehrsprachig mit DEU & ENG ÜT

Mi.
19:30
Bühne

Gastspiel bei den Wiener Festwochen
 


Gastspiel bei den Wiener Festwochen
 

Do.
19:30
Bühne

Gastspiel bei den Wiener Festwochen


Gastspiel bei den Wiener Festwochen

Fr.
19:30
Bühne

Gastspiel bei den Wiener Festwochen


Gastspiel bei den Wiener Festwochen

Team

Kostüme

Choreografie

Vocal Coach & Musical Consultant

Dramaturgische Mitarbeit

Künstlerische Mitarbeit

Besetzung

Aziza A.

Niousha Akhshi

Debbie Arega

Gabriela Beltramino

Robin Francis Denner

Cintia Sofia De Pina Pires

Sofia Gubar

Abib Kilian Hempe

Helena Kauschke

Viktoriia Kosorukova

Saskia Kollbach

Flavia Lefèvre

Jay Mayhew

Karolina Nägele

Joanna Niemirska

Mathis Reinhardt

Marcela Römhild

Iga Rudnicka

Fifi Rutkowski

Sophia Slamani

Veza van der Sman

Maimouna Sow

Sonnhild Trujillo

Karyna Yağiz

Pressestimmen

»Dieser Abend war die letzte große Premiere der 13 Jahre währenden Amtszeit von Shermin Langhoff als Gorki-Intendantin. Wie passend, dass er so kraftvoll, so politisch, so wuchtig und auch so menschlich geraten ist.«

»Mit bemerkenswerter Stimmgewalt agiert das Ensemble beim Gesang ebenso wie in den reinen Sprechpassagen. [...] Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen, hinhören soll, alles fließt ineinander, verbindet sich mit präziser Wucht zu einer rhythmischen Gesamtkonzeption.«

Katrin Pauly, Berliner Morgenpost

»Und dann sieht man und spürt am Ende, nach siebzig Minuten heftiger Emotionen, was der Kern ist: diese Energie, diese Widerstandskraft. Dem kann man sich kaum entziehen.«

Rüdiger Schaper, Tagesspiegel

»Bei allen Kampfparolen gelingt Górnicka die Balance aus Angriffslust, Trauer, ehrlich ausgestellter Ratlosigkeit und umwerfendem Charme.«

Peter Laudenbach, Süddeutschen Zeitung

»Aber genau darin liegt ihre Kraft: im atemlosen, furiosen Verbünden. Das ist kein Chor, der – wie im antiken Theater – kommentiert, sondern einer, der eingreift, der sagt: Wir sind viele, wir können auch einstimmig.«

Susanne Messmer, Taz

»Mit rasender Wut auf die Verhältnisse in Deutschland und der Welt schlagen Marta Górnicka und ihr Power-Chor noch einmal in Berlin auf – und bereiten dem Maxim Gorki Theater einen furiosen Abschiedsabend.«

Elena Philipp, Nachtkritik