1847 veröffentlichte Charlotte Brontë ihren Roman Jane Eyre – im selben Jahr erschien auch Wuthering Heights von Emily Brontë. 2026 erleben die Schwestern ein Comeback: Die Brontës sind zurück auf Leinwand und Bühne, das Historiendrama feiert Revival und war auch eigentlich nie ganz verschwunden.
Jane Eyre erzählt von der Waise Jane, die sich als Gouvernante in ihren Arbeitgeber Rochester verliebt und kurz vor der Hochzeit erfährt, dass er bereits verheiratet ist und seine Frau auf dem Dachboden gefangen hält. Zwischen Gothic Romance und Gesellschaftsdrama verhandelt der Roman weibliche Wut, Verbundenheit und den Schrecken des Patriarchats.
Ausgehend von diesen Motiven greift das Regie-Duo Hadodo/Holtz den Stoff wieder auf: Mit Texten von Nairi Hadodo werden die schwesterliche Fäden weitergewoben zu generationsübergreifenden Verwandtschaftsräumen und durchforsten die Texturen der Gothic Romance. Mit Gesang, Tanz und einem scharfen Blick auf die bis heute wirksame Verquickung von Macht und Liebe führt sie Brontës Gedanken in feministischer Tradition fort – eine Abrechnung mit zu heiß geliebten Götzen und mit zu heiß geliebten Motherfuckern.
Premiere 13/März 2026
Foto: Esra Rotthoff