Die Zwillinge (c) Esra Rothoff
Die Zwillinge_c_Etritane Emini
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Die Zwillinge

Zwillinge – der eine Schwarz gelesen, der andere weiß. Als der eine Bruder den anderen tötet, entfacht die Tat ein vielstimmiges Echo durch die Medien. Eine Drehbuchautorin sieht darin eine Allegorie auf strukturelle Gewalt und beginnt einen Film über die Zwillinge zu schreiben. Doch je tiefer sie in den Fall eintaucht, desto mehr verheddert sie sich in ihrem eigenen Anspruch, aus dem Geschehenen eine Geschichte zu machen und dabei »das große Ganze« offenzulegen.

Die Zwillinge von Lamin Leroy Gibba entfaltet sich wie ein Panoptikum, eine Matrjoschka aus Stimmen, ein Fahrgeschäft, das nie anhält. Das Stück untersucht die fragilen Grenzen zwischen Wahrnehmung und Projektion, zwischen Deutungshoheit und Kontrollverlust. Die Figuren sind gefangen im Flackern von Wahrheit und Fiktion, tasten sich unter Beobachtung stehend auf der Suche nach einem Selbstbild voran, das nicht selten verrutscht.

Nach ihrer Mitarbeit an 1000 Serpentinen Angst kehrt Joana Tischkau als Regisseurin ans Maxim Gorki Theater zurück. Zum ersten Mal führt sie im Studio Я Regie, mit dem Autor Lamin Leroy Gibba selbst in einer der Hauptrollen.
 

* Die Vorstellung am 20/Februar richtet sich gezielt an Menschen, die sich selbst als BIPoC positionieren. BIPoC steht für Black, Indigenous and People of Color – eine politische Selbstbezeichnung für Schwarze, indigene und rassifizierte Menschen, die Rassismuserfahrungen teilen. Dazu gehören Schwarze, Indigene, (post-)migrantische Menschen sowie Sinti*zze, Rom*nja, Jüdische Menschen u.a., die von Rassismus oder Antisemitismus betroffen sind. White Allies bitten wir, ihre Solidarität durch den Besuch anderer Vorstellungen auszudrücken.


Uraufführung 7/Februar 2026

Foto: Esra Rotthoff
Bühnenfotos: Etritane Emini

 

Aktuelles Datum
So.
20:30
Studio Я

with English surtitles

with English surtitles


Fr.
20:30
Studio Я

with English surtitles

Black Her*His*Story Month

Exklusive Vorstellung für BIPoC*

Anschl. Publikumsgespräch mit Lamin Leroy Gibba und Joana Tischkau

 

 

Z. Zt. ausverkauft

Eventuelle Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

with English surtitles


Black Her*His*Story Month

Exklusive Vorstellung für BIPoC*

Anschl. Publikumsgespräch mit Lamin Leroy Gibba und Joana Tischkau

 

 

Fr.
21:00
Studio Я

with English surtitles

with English surtitles


Sa.
20:30
Studio Я

with English surtitles

with English surtitles


Team

Kostüme

Textile Artist

Sounddesign

Komposition

Lichtdesign

Besetzung

Sisi Bo'wale

Niels Bormann

Yanina Cerón

Ruby Commey

Lamin Leroy Gibba

Pressestimmen

»Lamin Leroy Gibbas Text hat es in sich: Die psychedelische Karussellfahrt lädt zum Nachdenken ein über die Trennung von Wahrem und Falschem, über Institutionen und Macht, über Kolonialismus und Rassismus. [...] Die Zwillinge wirkt wie ein wirrer Fiebertraum [...] Farbiges Licht. Techno, plötzlich Rap, dann wieder sanft atmosphärische Hintergrundmusik. [...] Als Rekommandeur* innen, Anheizer *innen auf den Fahrgeschäften eines Jahrmarkts, sorgen [Niels Bormann, Sisi Bo'wale und Yanina Cerón] dafür, dass das diskursive Karussell niemals stehen bleibt. In ihrer Funktion als innere böse Stimmen oder externe Betrachter*innen machen sie die Figuren fertig bis aufs Äußerste – sie überwachen und strafen, diskriminieren und disziplinieren.«

»Joana Tischkau schafft es, die komplexen Handlungsstränge und Rollenwechsel überzeugend zu verbinden: Die Zwillinge wirkt wie ein Wimmelbild – Figuren, Handlungsebenen, Raum und Zeit; die vielen Verflechtungen. Sukzessive entwirren sich die Handlungsfäden, lassen aber bis zuletzt Raum für Interpretation. Genau darin liegt die Stärke dieser Arbeit. Die Grenzen zwischen Erlebtem und Erinnertem, zwischen Imagination und Realität verschwimmen unaufhaltsam. Letztlich ist Wahrheit doch nicht weniger konstruiert als Fiktion selbst.«

Falk Lorcher, Nachtkritik

»Im Gewirr der Stimmen, Farben, Formen tauchen Bilder auf und verschwinden wieder. Dass man nur wenige Mittel braucht, um diese Stimmung zu erzeugen, erlebt man im Studio des Maxim Gorki Theaters [...]. Joana Tischkau, die sich seit Jahren vor allem in der freien Szene mit schwarzen Perspektiven auseinandersetzt, gelingt es mit ihrem Team, einerseits auf kleinstem Raum eine Rummelstimmung zu schaffen. Andererseits bleibt – dank Perücken, Haltungen, Stimmfärbung – immer klar, welche der vielen Rollen die fünf Schauspieler gerade verkörpern. Besonders toll sind die Kostüme, die Nadine Bakota in der Sprayoptik der Fahrgeschäfte gestaltet hat.«

Georg Kasch, Berliner Morgenpost