Berliner Korrespondenzen

BERLINER KORRESPONDENZEN DIGITAL: Die vielen Gesichter einer Krise

Ein Nachdenken über politische, philosophische und kulturelle Folgen von Corona

Aus der Reihe »(Un-)Ordnungen im entgrenzten Europa«

Berliner Korrespondenzen goes online – und kehrt zurück auf die Bühne. Für ihre erste digitale Ausgabe verwandelt die Debattenreihe das Gorki Theater in ein Sendestudio. Zwei Grenzen sprengende Denker*innen schalten sich von zuhause auf die Große Bühne, um drei Thesen zu den gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu diskutieren. Das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen und Einspruch zu erheben – von überall her und von jedem Gerät aus. #stayhome, aber bleibt nicht still.

Die Philosophin Susan Neiman und der Politologe Ivan Krastev verbinden sich aus Berlin und vom bulgarischen Land live zu unseren Moderatorinnen auf der Bühne, um einen Raum der Reflektion zu öffnen, jenseits des endlosen Stroms hektischer Kommentare zur sich ständig wandelnden Gegenwart. Denn wir leben in Zeiten immenser materieller und psychologischer Ungewissheit. Die Corona-Pandemie verändert soziale, politische und kulturelle Realitäten überall auf der Welt. Es ist zwar unmöglich zu wissen, was das langfristige Erbe des Virus sein wird, aber eines scheint bereits gewiss: Die Welt nach Corona wird nicht sein wie zuvor. Wird der Nationalismus mit Macht zurückkommen? Steht das Projekt Europa endgültig vor dem Aus? Könnten wir überhaupt in Zeiten des Lockdowns bei Verstand bleiben ohne Filme, Bücher, Musik – ohne Kultur? Und was sind die moralischen und metaphysischen Fragen jenseits der Newsfeeds zu steigenden Fallzahlen und politischen Reaktionen.

Der Politologe und Essayist Ivan Krastev ist einer der derzeit wichtigsten Analytiker*innen der europäischen Politik, der aktuelle Konflikte immer wieder entlang radikal unterschiedlicher historischer Erfahrungen in Ost und West nachzeichnet. Mit ihm diskutiert die Philosophin Susan Neiman, die sich intensiv mit der Rolle des Bösen in der westlichen Geistesgeschichte auseinandergesetzt hat und in ihrem neusten Buch Erinnerungskulturen in Ost- und Westdeutschland mit der Aufarbeitung von Sklaverei und Rassismus im US-amerikanischen Süden vergleicht. 
 

Zur Aufzeichnung


Auf Englisch (mit dt. Simultanübersetzung).

Für alle Zuschauer*innen, die nicht live dabei sein können, werden online Aufzeichnungen (in Deutsch und Englisch) als Video und Podcast bereit gestellt.


Berliner Korrespondenzen ist eine Reihe des Gorki Forum und der Allianz Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin und gefördert durch das Auswärtige Amt.