Foto: Esra Rotthoff
© Ute Langkafel MAIFOTO
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Zement

von Heiner Müller

Till Wonka
Gleb Tschumalow
Çiğdem Teke
Dascha Tschumalowa
Aleksandar Radenković
Sergej Iwagin
Cynthia Micas
Polja Mechowa
Falilou Seck
Kleist / Tschibis /Arbeiter
Aram Tafreshian
Maschinist / Borschtschi / Dmitri Iwagin (Einarm)
Mateja Meded
Motja / Makar
Regie Sebastian Baumgarten, Kostüme und Video Jana Findeklee, Joki Tewes, Musik Andrew Pekler, Dramaturgie Ludwig Haugk
Als tot geglaubter Held der Revolution kehrt der Schlosser Gleb Tschumalow 1920 nach drei Jahren an der Front in sein Heimatstädtchen zurück. Doch statt einer sozialistischen Gesellschaft im Aufbau trifft er auf Hunger, Angst und Resignation. Der Zweifel der Arbeiter und der Rost der Maschinen fressen gleichermaßen am Zementwerk. Glebs Frau Dascha, inzwischen Funktionärin der Partei, kämpft verzweifelt gegen Hunger und Depression der revolutionsmüden Bevölkerung. Sie hat schlicht keine Zeit für den Heimkehrer. Nach dem Krieg wartet auf Gleb Tschumalow die härteste aller Prüfungen: die Arbeit des Helden an einer Welt, die Helden wie ihn nicht mehr braucht.

Heiner Müllers Zement entstand 1972 in der DDR. In der bleiernen Zeit der militanten Radikalisierung des linken Aufbruchs (West) und der Betonierung der Verhältnisse (Ost) gräbt Müller Fjodor Gladkows gleichnamigen Revolutionsroman von 1925 aus und bringt ihn mit der Antike in Kontakt. Sein Vers sprengt nicht nur ideologische Gewissheiten, sondern auch die Form der Erzählung. Zement wird so zu einer großen Tragödie über den Widerstand gegen die Vergeblichkeit.

Berliner Morgenpost | 18. Januar 2015
"eine knallbunte Revolutionsanekdote"


Theater der Zeit | 03/2015
"Baumgarten mit seinem frappant-intelligenten "Zement"-Parcours schiebt so wie nebenbei auch den Riegel vor jede Art blind machende Selbstgefälligkeit: "Die Geschichte der Bundesrepublik ist noch nicht geschrieben worden."

Sebastian Baumgarten "macht aus "Zement" [...] etwas, das der Sozialismus nie schaffte: eine temporeiche Farce!"


nachtkritik.de | 16. Januar 2015
"Jetzt könnte man Baumgartens Gesamtkunstwerk sezieren. Interpretieren. Verstehen wollen. Besser ist: wirken lassen! Als großen Abend eines geschlossenen Ensembles mit komischen Spitzenleistungen Thomas Wodiankas als Badjin und einer beängstigend glaubhaft vom Leben durchgerüttelten Sesede Terziyan als Dascha."


tip Berlin | 03/2015
"Gläubige Heiner-Müller-Puritaner werden diese Inszenierung hassen. Heiner Müller hätte vermutlich grimmiges Vergnügen an ihr gehabt."

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