Shermin Langhoff Porträt

Shermin Langhoff

Shermin Langhoff arbeitete zunächst im Verlagswesen und beim Fernsehen. Nach langen Jahren beim Film, in denen sie unter anderem mit Fatih Akin bei „Gegen die Wand“ zusammenarbeitete, war sie von 2004 bis 2008 Kuratorin am Berliner Theater Hebbel am Ufer (HAU). Dort gründete sie die "Akademie der Autodidakten", die vielen Talenten eine künstlerische Plattform bot. 2006 entstand ihre Projektreihe "Beyond Belonging" mit Inszenierungen zum Thema Migration. Das Drama Schwarze Jungfrauen, welches Feridun Zaimoğlu in ihrem Auftrag schrieb, erhielt 2007 eine Einladung zu den Mülheimer Theatertagen als eines der besten deutschen Gegenwartsstücke. 

2008 gründete Langhoff das postmigrantische Theater am Ballhaus Naunynstraße im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Mehrere Ballhaus-Produktionen, insbesondere Verrücktes Blut von Nurkan Erpulat und Jens Hillje, erregten internationales Aufsehen. Erpulats Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen und zahlreichen internationalen Festivals eingeladen.
 
Seit der Spielzeit 2013/14 ist sie Intendantin des Maxim Gorki Theaters Berlin und hat mit Jens Hillje die künstlerische Leitung des Gorki inne. Im September 2014 wählten die deutschsprachigen Kritiker in der Umfrage von „theater heute“ das Gorki zum Theater des Jahres.
 
2011 verlieh die Alfred Toepfer Stiftung Shermin Langhoff den europäischen Kulturpreis Kairos für ihr Engagement als kulturelle Mentorin. Die Helga und Edzard Reuter-Stiftung zeichnete sie für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Völkerverständigung und Integration aus. Vom Land Berlin erhielt sie 2012 den Moses-Mendelssohn-Preis. 2014 wurde ihr die Theodor Heuss Medaille verliehen. Die Tageszeitung B.Z. zeichnete sie 2015 mit dem B.Z.-Kulturpreis aus. 2016 erhielt sie gemeinsam mit Jens Hillje den Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung.

Shermin Langhoff ist Mitglied im Rat für Kulturelle Bildung in Deutschland und in der Jury der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.