Sebastian Baumgarten
Sebastian Baumgarten, geboren 1969 in Ostberlin, studierte Opernregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und arbeitete anschließend als Regieassistent unter anderem unter Ruth Berghaus, Einar Schleef und Robert Wilson. Nach Stationen als Oberspielleiter am Staatstheater Kassel, wo er für seine Tosca-Inszenierung mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet wurde, und als Chefregisseur am Meininger Theater entwickelte er sich zu einem prägenden Regisseur an der Schnittstelle von Schauspiel und Musiktheater.
2006 wählten ihn die Kritiker:innen der Fachzeitschrift Opernwelt für seine Inszenierung von Orest an der Komischen Oper Berlin zum Regisseur des Jahres. 2011 eröffnete er mit Wagners Tannhäuser die 100. Bayreuther Festspiele, 2013 wurde seine Zürcher Inszenierung von Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
2025 erhielt Baumgarten mit seiner Inszenierung Amerika von Roman Haubenstock-Ramat am Opernhaus Zürich den Oper! Award in der Kategorie „Beste Wiederentdeckung“.
Sebastian Baumgarten arbeitet an Opern- und Schauspielhäusern wie u.a dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Residenztheater München, dem Schauspiel Köln, der Oper Zürich, sowie seit 2008 stetig am Maxim Gorki Theater. Seit 2013 leitet er den Studiengang Regie an der Theaterakademie August Everding in München.
Seit der Spielzeit 2026/27 ist Baumgarten leitender Regisseur am Maxim Gorki Theater.