Robert Lippok
Robert Lippok, 1966 in Ost-Berlin geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Schuhmacher in der Kostümabteilung der Staatsoper Berlin und begann anschließend ein Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, das er vorzeitig abbrach. 1983 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Ronald die Band Ornament und Verbrechen, eine prägende Formation des DDR-Untergrunds. 1995 folgte gemeinsam mit Ronald Lippok und Stefan Schneider das international einflussreiche Trio To Rococo Rot, das bis 2014 bestand.
Lippok arbeitet interdisziplinär an den Schnittstellen von elektronischer Musik, bildender Kunst, Bühnenbild und Installation. Ab 2001 veröffentlichte er seine Solowerke auf dem Label raster-noton, darunter open close open (2001), redsuperstructure (2011) und Applied Autonomy (2018). 2025 und 2026 erschienen zwei gemeinsame Alben mit der georgischen Musikerin Anushka Chkheidze bei Morr Music.
Seine Arbeiten wurden unter anderem im Palais de Tokyo, in der Neuen Nationalgalerie, im Hamburger Bahnhof, im Gropius Bau und in der Power Station of Art in Shanghai sowie auf der 60. Biennale di Venezia präsentiert. Er arbeitete mit Künstler:innen und Regisseur:innen wie Doug Aitken, Constanza Macras, Sebastian Baumgarten und Julian Charrière zusammen.
Robert Lippok war Fellow am Institut für Raumexperimente von Olafur Eliasson und lehrte von 2017 bis 2022 an der New York University Berlin.
Seit der Spielzeit 2026/27 ist Robert Lippok Mitglied des künstlerischen Teams am Maxim Gorki Theater Berlin.