Göksu Kunak
Göksu Kunak, 1985 in Ankara geboren, ist ein:e in Berlin lebende:r Künstler:in, Performance-Regisseur:in, Autor:in und Forscher:in. Kunak arbeitet an der Schnittstelle von Performance, Installation, Text und Theorie. Kunaks künstlerische Praxis untersucht die Codes und Konventionen von Räumen wie White Cube, Black Box und öffentlichem Raum und entfaltet sich in aktionsbasierten Performances, abendfüllenden Theaterarbeiten und ortsspezifischen Interventionen. Kunaks Arbeiten greifen hybride Dramaturgien auf, die von Chronopolitik, nicht-westlichen Methodologien und den performativen Strukturen des Alltags geprägt sind. Beeinflusst von Arabesk-Kultur und Science-Fiction entwerfen die Texte und Performances spekulative Szenarien, die heteropatriarchale Normen, Orientalismus und Selbstzensur kritisch befragen. Das Simulakrum ist dabei ein zentrales Motiv in der Auseinandersetzung mit körperlicher Präsenz und Repräsentation. 2025 wurde Kunak mit dem Kunstpreis der Akademie der Künste in der Sparte Darstellende Kunst ausgezeichnet. Kunaks Arbeiten wurden international unter anderem bei der Performa Biennial in New York, in der Neuen Nationalgalerie in Berlin, in den Sophiensaelen Berlin, im Migros Museum in Zürich, im deSingel Arts Center in Antwerpen und im Kaaitheater in Brüssel gezeigt.