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Wir Kinder vom Hauptbahnhof

Anna Graenzer
Anna G.
Nils Kahnwald
Nils K.
Janna Horstmann
Janna H.
Silvia Medina
Silvia M.
Regie Steffen Klewar, Ausstattung , Musik Matthias Grübel
Werkstattaufführung des Siegers des Projekt- und Stückewettbewerbes

Als Schnittstelle im zusammenwachsenden Europa von den Architekten konzipiert, steht er mit seinen sich kreuzenden gläsernen Hallen kathedralengleich inmitten einer Sand- und Asphaltwüste: der neue Berliner Hauptbahnhof. Vor einem Jahr mit großem Spektakel und einem Amokläufer eröffnet, hat er die ehemaligen Kopfbahnhöfe, allen voran den Bahnhof Zoo, bereits in die Bedeutungslosigkeit verdrängt. Die folgenden Generationen von Berlinreisenden kommen hier an, starten von hier oder bleiben gleich in seinem gläsernen Bauch voll globalisierter Geschäftswelt stecken.
Nils, Janna, Anna und Silvia sind Angehörige dieser ersten Generation von Neu-Berlinern. Berlin, das ist für sie zuerst einmal dieser Bahnhof. Hier kommen sie an, hierher kommen sie zurück ... hier bleiben sie. Inspiriert von den Interviews der "Christiane F." – dem wohl berühmtesten Kind des Bahnhofs Zoo – berichten sie: von ihrem Leben, von ihrer Ankunft, von ihrem (Stecken-)Bleiben und ihrer Zukunft. Die Berichte hat der Autor Jörg Albrecht mit Nachrichten und Stimmen aus der Zukunft rund um den neuen Lebensraum Hauptbahnhof zu einer Doku-Science-Fiction komponiert. Herausgekommen ist ein Text über die Schicksale von Kindern, die ihre Zukunft schon eingespielt haben. Sie müssen nur noch die Starttaste drücken.
Der Autor Jörg Albrecht hat "Wir Kinder vom Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof)" gemeinsam mit Studierenden des 2. Jahrgangs Schauspiel an der Universität der Künste Berlin für das diesjährige 100° Berlin Festival erarbeitet und beim Stücke- und Projektwettbewerb "Eine Jugend in Deutschland" eingereicht.
Jörg Albrecht, geboren 1981 in Bonn, lebt in Dortmund. Er schreibt Prosa, Hörspiele und szenische Texte. Eingeladen wurde er u. a. 2003 zum Klagenfurter Literaturkurs beim Ingeborg-Bachmann-Preis und zum Transatlantischen Treffen Junger Autoren; er erhielt den Literaturförderpreis der Stadt Dortmund 2002, den Förderpreis der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit 2005 und gewann beim "open mike" der Literaturwerkstatt Berlin 2005. Für die Staatsoper Hannover schrieb er das Libretto zu "Notstrom" (2004), mit seinem Stück "immer verschwinden" war er zu den Werkstatt-Tagen des Burgtheaters Wien eingeladen; im August 2006 erschien sein Roman "Drei Herzen" im Wallstein Verlag.

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

Es spielen Studierende der Universität der Künste Berlin

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