Rocco und seine Brüder
Nach dem Film von Luchino Visconti
Spieldauer: 1:50h
Alp Erdener Ergovan / Berk Kavasoglu
Luca
Premiere am 5. Mai 2011 im Maxim Gorki Theater Berlin
Nominiert für den Friedrich-Luft-Preis 2011 der Berliner Morgenpost
Antú Romero Nunes wurde für seine Inszenierung "Rocco und seine Brüder" mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis 2011 (der mit dem Eysoldt-Preis verbundene Förderpreis für junge Regisseure der Stadt Bensheim) ausgezeichnet.
Auf der Suche nach einem besseren Leben ohne materielle Not verlassen immer mehr Menschen den bitterarmen ländlichen Süden, um ihr Glück im reichen Norden, in der Stadt Mailand, zu finden. Unter ihnen auch Rosaria Parondi und ihre Söhne: Auf der einen Seite Vincenzo, der schon bald eine Familie gründet und sich eine eigene Wohnung einrichten kann, sowie Ciro, der ein ähnliches Leben anstrebt. Auf der anderen Seite Simone und Rocco, die als Boxer Karriere machen. Als jedoch Simone im Sport nachlässt, sich verschuldet, dem Alkohol verfällt und sich seine ehemalige Geliebte Nadia in Rocco verliebt, nimmt die Tragödie ihren Lauf, und die Familie droht auseinanderzubrechen.
Die Filmvorlage von Luchino Visconti beschreibt mit dem Mythos der reichen Stadt, die einerseits den sozialen Aufstieg ermöglicht, andererseits mit ihren Verlockungen und Verführungen aber als Gefahr für die traditionelle Familie und ihre Werte wahrgenommen wird, ein Phänomen, das nicht nur im Nachkriegs-Italien aktuell war.