Multiplex
Am 17. November wird das Kleistfestival-Gelände zum Multiplex-Kino. An zahlreichen Spielorten werden Filmadaptionen, Dokumentationen und Vertonungen gezeigt, die mit ihren Themen und Szenarien an Kleists Gedankenwelt anknüpfen. Aufgeteilt in sechs Blöcke hat der Zuschauer die Möglichkeit sich der breiten Palette an medialer Kleist-Verwertung hinzugeben. Jeder Block ist mit einer „Blockkarte“ zugänglich und widmet sich mit mehreren Vorführungen und einer Live Performance oder einem Podiumsgespräch einem thematischen Schwerpunkt.
In Anwesenheit des Autorenfilmers Hans Jürgen Syberberg werden im Garderobenfoyer drei seiner Kleist-Adaptionen aus der Kleist / Syberberg Box gezeigt. Im Gespräch mit László Földényi wird Syberberg über seine Arbeit mit den Stoffen des Autors berichten.
Der letzte Tag im Leben Kleists wird in „Heinrich“ und den selten gezeigten „Wie zwei fröhliche Luftschiffer“ und „Donnerstag um Vier“ Thema sein.
Die Regisseurin Helma Sanders Brahms wird sich dazu im Panoramasaal des CHB über die Mythenbildung und Darstellung des Selbstmords Kleists im Film äußern.
In Anlehnung an „Die Verlobung in St. Domingo“ widmet sich der Block Brandherd Haiti – St. Domingo der bewegten Geschichte Haitis und seinen sich ständig umstürzenden politischen Machtverhältnissen. Bei einer Skype Konferenz mit dem dänischen Filmemacher Jørgen Leth werden wir live nach Haiti schalten.
Im Hörspielblock ab 20 Uhr im Studio erlebt u.a. das Hörspiel „Über das Marionettentheater“ seine Vorpremiere.
Schlöndorff, Badham, Forman: Drei Regisseure nehmen sich die Geschichte des Roßhändlers als Ausgangspunkt, um ihre eigenen Versionen zu kreieren, die bei 3mal Kohlhaas in der Tronkaburg gezeigt werden. Dazwischen performt Zoltan Spirandelli live zu seinem Kurzfilm „Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege“.
Um 22 Uhr läuft im CHB der Éric Rohmer Klassiker Die Marquise von O… mit Edith Clever und Bruno Ganz.
Zusätzlich und im Preis für jede Blockkarte inbegriffen laufen im Studio Foyer Klassiker wie der „Zerbrochene Krug“ mit Emil Jannings. Im Brinkannzimmer werden Neuentdeckungen wie „Der Findling“ von George Moorse oder „03:34 – Terremoto en Chile“ von 2011 gezeigt werden.
In Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum Berlin