Geschichtsräume
Gesprächsreihe
Prof. Dr. Andreas Nachama (Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors)
Moderation der Reihe
Der Roman „Die Wohlgesinnten“ des frankoamerikanischen Schriftstellers Jonathan Littell verwirrte deutsche Geschichtsgewissheiten. Darf der das? Einen fiktiven historischen Roman schreiben, in dessen Zentrum ein bisexueller SS-Offizier steht, der als Nazi-Intellektueller die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs durchläuft? Einige Kritiker sahen die deutsche Deutungshoheit über die eigene Tätergeschichte in Gefahr. Littell aber versucht in seinem Buch mehr als ein historisches Panorama. Anhand der Shoah und des NS-Vernichtungsfeldzuges geht er der Frage nach den Ursachen von Gewalt und Genozid nach.
Am 24. September 2011 wird die Bearbeitung der „Wohlgesinnten“ von Armin Petras im MGT Berlin Premiere haben. Flankiert wird die Arbeit an Littells Werk mit einer Reihe von Veranstaltungen, die unter dem Titel „Geschichtsräume“ in Kooperation mit der Stiftung Topographie des Terrors Experten aus Wissenschaft und Kunst einlädt, über Erinnern und Vergessen, Täter- und Opferbilder, Historie und Historiografie und nicht zuletzt über das Spannungsverhältnis zwischen historischen Stoffen, die die NS-Zeit betreffen, und ihren künstlerischen Umsetzungen zu sprechen.
In Kooperation mit der Stiftung Topographie des Terrors und mit freundlicher Unterstützung der Freunde des Maxim Gorki Theaters Berlin e.V.
Thema und Teilnehmer der einzelnen Geschichtsräume erfahren Sie durch Klicken auf den jeweiligen Termin.