Foto: Bettina Stöß
1 von 8
foto  |  video

Der zerbrochne Krug

Heinrich von Kleist

Spieldauer: 2:00h
Edgar Selge
Adam, Dorfrichter
Jean-Pierre Cornu
Walter, Gerichtsrat
Ronald Kukulies
Licht, Schreiber
Franziska Walser
Frau Marthe Rull
Aenne Schwarz
Eve, ihre Tochter
Wolfgang Hosfeld
Veit Tümpel, ein Bauer
Matti Krause
Ruprecht, sein Sohn
Cristin König
Frau Brigitte
Regie Jan Bosse, Bühne Stéphane Laimé, Kostüme Kathrin Plath, Dramaturgie Gabriella Bußacker
Adaption einer Produktion des Schauspielhauses Zürich
Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Premiere am 27. März 2010 im Maxim Gorki Theater,
Premiere bei den Ruhrfestspielen am 18. Mai 2010

In Huisum bei Utrecht ist ein Krug in die Brüche gegangen. Für Frau Marthe Rull scheint alles klar: bei einem heimlichen nächtlichen Besuch in der Kammer ihrer Tochter Eve hat deren Bräutigam Ruprecht einen wertvollen Krug zerbrochen. Gleich am nächsten Morgen erscheint sie mit den Beteiligten und dem Indiz vor Gericht, wo der Dorfrichter Adam kurzen Prozess machen soll. Doch: Woher stammen Adams Verletzungen? Wer war der unerkannte Rivale, den Ruprecht bei Eve überrascht hat? Warum schweigt sie? Und, was zum Teufel hat Frau Brigitte wirklich gesehen? Der Schreiber Licht wartet auf seine große Chance, Gerichtsrat Walter, der auf seiner Inspektionsreise ausgerechnet in den Gerichtstag gerät, versucht, den drohenden Zerfall aufzuhalten und der Richter ist auf der Jagd nach sich selbst. Kleist macht den Zuschauer in diesem Prozess in Echtzeit zum unmittelbaren Zeugen der Macht der Worte. Sein Motor ist die Komödie: im Befreiungsschlag durch groteske Überdrehung der profanen Verhältnisse der "hinfälligen“, fragilen Welt zu trotzen und sich in ihr zu behaupten.

Derzeit keine Termine verfügbar

Partner: