Das Mädchen aus der Streichholzfabrik
Nach dem Film von Aki Kaurismäki
Spieldauer: 1:40h
Premiere am 10. März 2012 im Gorki Studio Berlin
Iris, eine junge Frau, steht Tag für Tag am Fließband einer Streichholzfabrik. So monoton wie die Arbeit, ist auch das Familienleben. Denn ihre Mutter und der trunksüchtige Stiefvater leben nicht nur von Iris Geld: sie kauft ein, kocht, putzt, bügelt die Wäsche, während die beiden vor dem Fernseher sitzen, dessen Töne das beklemmende Schweigen dieser Welt manchmal durchbrechen. Eines Tages lernt sie Aarne in einer Disco kennen. Könnte er der Ausweg aus ihrer tristen Welt sein? Doch Aarne verlässt die schwangere Iris, die sich daraufhin vor ein Auto wirft und das Kind verliert. Als ihre Eltern sie zudem auch noch aus der Wohnung werfen, beschließt Iris etwas zu ändern: In einer Apotheke kauft sie Gift.
Aki Kaurismäki entwirft ein bitterböses, aber modernes Märchen über eine an Einsamkeit und Repression verzweifelte junge Frau aus der Arbeiterklasse. Sein Film von 1989 greift Motive von Hans Christian Andersens Märchen „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ auf.