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Bahnwärter Thiel

Nach einer Novelle von Gerhart Hauptmann

Spieldauer: 1:45h
Sophia Krüger / Kajetan Skurski
Schattenspieler
Regie Armin Petras, Bühne Olaf Altmann, Kostüme Valerie von Stillfried, Choreographie Berit Jentzsch, Musik Thomas Kürstner / Sebastian Vogel, Video Rebecca Riedel, Dramaturgie Jens Groß
Premiere am 17. November 2012 im Maxim Gorki Theater Berlin

Gerhart Hauptmanns Novelle aus dem Jahr 1888 handelt von dem Bahnwärter Thiel, der den Tod seines geliebten Sohnes aus erster Ehe nicht überwinden kann und letztlich, geistig verwirrt, einen zweifachen Mord begeht. Gegenstand dieser "novellistischen Studie" ist die Psyche des einfachen Bahnwärters Thiel, die vor allem von Verdrängung und Entfremdung bestimmt wird. Seine Psyche spiegelt sich in der gleichzeitigen Schilderung von Thiels Innenwelt und seiner Wahrnehmung der Außenwelt. Natur und Technik, Anarchie und Angepasstheit, Glück und Schuld prallen erbarmungslos aufeinander und machen diese Novelle von Gerhart Hauptmann so besonders und literaturgeschichtlich schwer einzuordnen.

Armin Petras nähert sich dieser eigentlich kommunikationsarmen Erzählung über den Aufstand der Gefühle emotional, performativ und assoziativ mit zwei Schauspielern und einer Tänzerin. Schattenspiel, Film- und Videosequenzen sowie Musik, sind weitere Elemente dieser Inszenierung. Armin Petras versucht eine eigene Bühnensprache und Übersetzung für diesen außergewöhnlichen Text zu finden, die nicht so sehr auf klassischen Dialogen und Situationen aufbaut, als vielmehr das sichtbar machen möchte, was zwischen den Zeilen steht und bei der Lektüre so berührt.

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