In unserem Archiv stehen Ihnen für den Zeitraum Oktober 1952 bis Sommer 2006 die Premierenlisten mit Terminen und Besetzungen als pdf-Dokument zum Download zur Verfügung. Zu allen Produktionen ab der Spielzeit 2006/2007 finden Sie hier demnächst ein vollständiges Web-Archiv vor.
ÜBER DAS MAXIM GORKI THEATER
Das Gebäude des Maxim Gorki Theaters wurde 1825-1827 auf Anregung Carl Friedrich Zelters von Carl Theodor Ottmer nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels als Konzertsaal für die Singakademie zu Berlin errichtet. Erst nach dem zweiten Weltkrieg, unter den kulturpolitischen Vorzeichen der Nachkriegszeit, wurde mit der Wiedereröffnung ein Sprechtheater ins Leben gerufen, das 1952 programmatisch mit dem Namen Maxim Gorki versehen, Gegenwartstheater repräsentieren sollte. Im Laufe seiner Geschichte hat das Maxim Gorki Theater Berlin dies auf sehr unterschiedliche Weise immer getan.
Im Spielplan der ersten Jahre unter Intendant Maxim Vallentin (1952-1968) bestimmten Texte des russischen und sowjetischen Realismus den Spielplan, der auch den Versuch unternahm, die Gegenwart der späten Aufbaujahre unter anderem mit der Uraufführung von Heiner Müllers "Die Korrektur" zu begleiten.
Albert Hetterle (1968-1994), der zweite Intendant des Hauses, machte das Maxim Gorki Theater zu einer Bühne, die zunehmend für die kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart stand. Der Regisseur Thomas Langhoff inszenierte hier unter anderem Tschechows "Drei Schwestern" und Volker Brauns "Die Übergangsgesellschaft". Diese Inszenierungen waren wichtige kulturpolitische Ereignisse und Reibungspunkte der späten 80er Jahre.
Während der Intendanz von Bernd Wilms (1994-2001) konnte sich das Haus durch bekannte mit Berlin assoziierte Stoffe wie "Der Hauptmann von Köpenick" und "Berlin Alexanderplatz" weiter klar behaupten und unter der Leitung von Volker Hesse (2001-2006) wurden die Interpretationen klassischer wie moderner Stoffe und deren politische Relevanz zentral gesetzt.
Der Regisseur und Autor Armin Petras ist seit der Spielzeit 2006/2007 Intendant des Maxim Gorki Theaters Berlin. Zeitgenössische Inszenierungen der klassischen Dramatik und der klassischen Moderne des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Stoffe aus Berlin und Brandenburg bestimmen den Spielplan der großen Bühne und prägen die aktuelle Ära des kleinsten Schauspielhauses in der Mitte Berlins. Das Maxim Gorki Theater interessiert der lebendige Geschichtsraum Berlin und vor allem die Bewohner dieser Stadt.