Termine
Keine aktuellen Fotoproben
Erklärung der designierten Theaterleitung im Zusammenhang mit der Presseberichterstattung über den Leitungswechsel und den damit verbundenen Veränderungen am Maxim Gorki Theater
1. Finanzen
Die Aussage, das Theater erhalte mit Beginn der Intendanz von Shermin Langhoff 400.000 Euro zusätzlich, genau den Betrag, den Armin Petras nicht bewilligt bekommen hatte, ist missverständlich.
Korrekt ist, dass das Theater eine einmalige Zahlung von 400.000 Euro zur Deckung von Mehrkosten und Mindereinnahmen für 2013 erhält, die ausschließlich durch den Leitungswechsel verursacht werden.
Der Hauptstadtkulturfonds fördert 2013 entschieden auf Antrag durch eine unabhängige Jury mit Bundesmitteln von 200.000 Euro anteilig das Sonderprojekt „Deutscher Herbstsalon“ zum 75.Jahrestag der Novemberpogrome 1938 und dient nicht dem Repertoire- und Regelbetrieb des Theaters.
Die Unterfinanzierung des Theaters besteht weiterhin und aus diesem Grund bemüht sich die designierte Leitung intensiv um Erhöhung der Zuwendungen und um Zusatzfinanzierung im Bereich Public-Private-Partnership sowie um eine äußerst sparsame Haushalts- und Personalpolitik.
2. Personal
Im Zuge der für die Deutschen Bühnen geregelten Prozedur bei Intendanzwechseln, wurden im September, nach einer Vielzahl von Gesprächen im Haus und mit dem Zuwendungsgeber exakt 59 MitarbeiterInnen zur Anhörung eingeladen.
Bei 13 MitarbeiterInnen konnte dem Wunsch nach Verlängerung nicht entsprochen werden. Diese Nichtverlängerungen bedauert die Leitung sehr.
Bei 7 dieser 13 MitarbeiterInnen handelte es sich um Regie-, Dramaturgie- oder AusstattungsassistentInnen, demnach um junge KollegenInnen, die üblicherweise nach wenigen Jahren das Haus verlassen.
Weitere 13 MitarbeiterInnen wurden nach den Anhörungen verlängert.
Über die Fortsetzung der Verträge von 4 MitarbeiterInnen wird noch verhandelt.
29 MitarbeiterInnen, überwiegend aus den Bereichen Schauspiel, Dramaturgie und Ausstattung sind nicht zur Anhörung erschienen oder waren an einer Vertragsfortsetzung nicht interessiert.
Die Entscheidungshintergründe wurden intern offen kommuniziert, zuletzt in einer Mitarbeiterversammlung im Oktober.
Berlin, 23. Januar 2013
Jürgen Maier, designierter Geschäftsführender Direktor Maxim Gorki Theater