ERSTER EUROPÄISCHER MAUERFALL – Die Verwundeten

Eine Aktion des Zentrums für politische Schönheit

Seit 25 Jahren ist die Mauer weg – seit 25 Jahren wird an einer neuen Mauer gebaut. Mit der „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit i.G.“ ruft das Zentrum für Politische Schönheit zum Europäischen Mauerfall auf. Jetzt Fluchthelfer der Geschichte in die Gegenwart werden! Am 7.11., 13 Uhr fährt der Bus. Jede und jeder kann mitfahren.

Seit fünfundzwanzig Jahren gibt es keine Mauer mehr zwischen Ost- und Westdeutschland. Nicht durch die Politik, sondern durch den Druck einer mutigen Zivilgesellschaft wurde die Mauer porös, die 28 Jahre lang als unüberwindlich galt. 136 Menschen fanden hier den Tod, Unzählige wurden beim Versuch die Mauer zu überwinden verhaftet. Die Mauer ist Geschichte – ein Grund zum Feiern? Ja! Aber …

Das Zentrum für Politische Schönheit nimmt die Gedenkfeierlichkeiten zum Anlass, um auf den größten europäischen Skandal der letzten 25 Jahre aufmerksam zu machen. Denn dem Fall der Berliner Mauer folgte der Bau einer neuen. Konservativen Schätzungen zufolge starben an den EU-Außengrenzen in den letzten Jahren 30.000 Menschen bei dem Versuch, Europa zu erreichen. Vor wenigen Wochen wurde ein neuer Grenzzaun in Bulgarien fertiggestellt, der der Berliner Mauer in nichts nachsteht. Europa feiert den Fall der Mauer und betreibt – als hätte die Geschichte nichts mit der Wirklichkeit zu tun – die eigene Selbsteinmauerung auf hohem Niveau und unter Hochdruck.

Als Eröffnungsaktion des Festivals VOICING RESISTANCE ruft das Zentrum für Politische Schönheit zum ERSTEN EUROPÄISCHEN MAUERFALL auf. In nur fünf Tagen sammeln sie Geld und Mitfahrende für einen Bus, der am 7.11., 13.00 vom Gorki aus in Richtung EU-Außengrenzen fahren wird. Das Ziel gibt die Geschichte vor, es liegt mitten in der europäischen Wirklichkeit.