Verrücktes Blut
Verrücktes Blut 1_Maxim Gorki Theater
Verrücktes Blut 2_Maxim Gorki Theater
Verrücktes Blut 3_Maxim Gorki Theater

Verrücktes Blut

Junge Männer mit Hintergrund versetzen die deutsche Gesellschaft im Kampf um die abendländische Zivilisation in Angst und Schrecken. Ihr Hintergrund ist meist ein migrantischer, muslimischer oder bildungsferner, oft mit türkischen oder arabischen Wurzeln. Dann zwingen diese Männer ihre Frauen, Kopftuch zu tragen und statt zu arbeiten oder sich zu bilden, zeugen die Integrationsverweigerer ununterbrochen weitere Kopftuchmädchen. Soweit die gängigen Klischees in der zeitgenössischen »Integrationsdebatte«. Die einzige Hoffnung auf Rettung vor dem Untergang richtet sich nun auf die gute alte deutsche Schule, also: Bildung, Bildung, Bildung!!!
Eine Lehrerin bekommt eines Tages eine einzigartige Chance: Sie versucht ihren disziplinlosen Schülern gerade Friedrich Schillers idealistische Vorstellungen vom Menschen nahe zu bringen, als ihr eine Pistole in die Hände fällt, eine echte! Kurz zögert sie, dann nimmt sie ihre Schüler als Geiseln und zwingt sie mit vorgehaltener Waffe, auf die Schulbühne zu treten und zu spielen. 
Mit dieser Geiselnahme beginnt ein abgründiger Tanz der Genres vom Thriller über die Komödie zum Melodrama und die lustvolle Dekonstruktion aller vermeintlich klaren Identitäten.

 

Verrücktes Blut - von Nurkan Erpulat und Jens Hillje. Übernahme der Produktion vom Ballhaus Naunynstraße. Eine Koproduktion des Ballhaus Naunynstraße und der Ruhrtriennale Frei nach dem Film La Journée da la Jupe, Drehbuch und Regie Jean-Paul Lilienfeld. Aufführungsrechte beim Pegasus Theater- und Medienverlag.

 

Premiere: 22. November 2013

Team

Ausstatter

Licht

Dramaturgie

Besetzung

Nora Abdel-Maksoud

Tamer Arslan

Mehmet Ateşçi

Murat Dikenci

Pınar Erincin

Adrian Saidi

Aylin Esener

Paul Wollin

Pressestimmen

"Die Produktion ist durchgeknallt und unverschämt."

Süddeutsche Zeitung, Egbert Tholl

„Erst der Dramaturg Jens Hillje […] und der Regisseur Nurkan Erpulat haben daraus einen aberwitzigen Theaterspaß gemacht, ein „well made play“ voller überraschender Wendungen und greller Scherze

Der Spiegel, Wolfgang Höbel