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ÖKONOMIE DES LEBENS

Ökonomie“ ist nicht mehr und nicht weniger als der Versuch, eine Sprache für die Beziehungen zwischen Menschen, für die Organisation des Zusammen- und damit des Überlebens zu finden. Wird „Ökonomie“, zur „Lehre vom Geldverdienen und Geldverlieren“, schwindet die Differenz zwischen Ideologie des Marktes und Leben. In den Texten, die in der Spielzeit 2009/2010 auf dem Plan des Maxim Gorki Theaters stehen, soll es um diese Differenz gehen, um die „Ökonomie des Lebens“, die eine andere Sprache spricht als die Zeitungsseite zwischen „Politik“ und „Panorama“. Goethe und Ibsen beschreiben das Erwachen im Leben aus dem Traum von unbegrenzten Möglichkeiten. Shakespeare, Molière und Dürrenmatt radikalisieren die Frage nach dem Preis des Geldes. Sartre, Tennessee Williams und Kleist fordern hartnäckig, den Tod und die Verletzbarkeit mit auf die Rechnung zu setzen. Saviano nimmt die alte Formel: „Geld oder Leben“ bitterernst. Mit der Uraufführungs-Reihe „Über Leben im Umbruch“, in der Autoren und Wissenschaftler zusammenarbeiten, wird das Gorki Studio zu einem Ort für´Gegenökonomien: Theater ist Gruppe, Krise und Bewegung. Oder eben: Ökonomie, Konflikt und Leben. Start

Download: Spielzeitheft 2009/2010