login kiosk planet partner sponsor
drucken send-a-friend
DIE PRÄSIDENTINNEN
Übernahme aus dem Deutschen Theater Berlin

Premiere am 8. Oktober 2008 im Deutschen Theater Berlin

Sagt die Grete: »Jetzt musst du dich dem Leben hingeben, Erna, damit das Leben dich genießen kann.« Antwortet die Erna: »Ja freilich, aber das sagt sich so leichtfertig daher. In Wirklichkeit ist es schon schwer, einen Lebensgenuß aufzunehmen, wenn einem das Sparen in das Blut übergangen ist.« Präsidentinnen sind sie nur in ihrer Einbildung: Wenn die drei vom Leben gezeichneten Nachbarsfrauen Grete, Erna und Mariedl zusammen kommen, geht es in ihrer Phantasie hoch her. Dann ist das Leben ein Volksfest, das ihnen die Verehrer und Liebhaber nur so zuschaufelt, alle Sorgen um nichtsnutzige Kinder sind vergessen und die Mariedl, die’s auch »ohne« macht, wird als großartigste Klofrau der Welt gefeiert.

Mit »Die Präsidentinnen« hat der österreichische Dramatiker Werner Schwab (1959-1994) ein sprachgewaltiges Monument der großen Träume und der kleinen Gemeinheiten geschaffen. Das Stück begründete seinen schnellen Ruhm als Dichterkünstler und Kunstdichter, bei dem die Sprache die Macht über die Menschen, ihr Denken und Handeln gewinnt. Die Sprache, fand Werner Schwab »zerrt die Personen hinter Blechbüchsen, die man einem Hundeschwanz angebunden hat«. In »Die Präsidentinnen« werden die Satzungetüme und Wahrsagungen am Ende so bedrohlich für die drei Frauen, dass jemand sterben muss… Und was geschieht mit der Leiche? Die Antwort im Stück lautet: »Die graben wir im Keller ein, weil die feinen Leute sagen ja auch immer: Jeder Mensch in diesem Land hat seine Leiche im Keller.« Werner Schwab wusste über sein Heimatland offenbar Bescheid.
Grete Nina Hoss Mariedl Regine Zimmermann Erna Michael Goldberg Regie Ernst Stötzner Bühne Petra Korink Kostüm Christine Mayer
Derzeit keine Termine verfügbar!