DIE GLASMENAGERIE
Tennessee Williams
Aus dem Englischen von Jörn van Dyck
Premiere am 13. März 2010 im Maxim Gorki Theater Berlin
Amanda Wingfield lebt mit ihren erwachsenen Kindern Tom und Laura in einfachen Verhältnissen. Ihr Mann hat die Familie vor Jahren verlassen. Zurück blieben sein Foto und ein Grammophon. Seit Jahren ernährt Tom die Familie durch seine Arbeit in einem Lagerhaus und flieht jeden Abend vor der Tristesse seines Alltages in die Welt der Literatur und des Kinos. Die Mutter schwärmt von ihrer Jugend und einer verlorenen Zeit, in der sie gesellschaftlich anerkannt und geachtet war. Die Tochter Laura aber ist ganz auf ihre Sammlung zerbrechlicher Glastiere konzentriert. Diese Menagerie sonderbarer Figuren lässt sie die Realität immer wieder aufs Neue vergessen. Als Tom eines Tages, auf Wunsch der Mutter, seinen Arbeitskollegen Jim zum Abendessen mitbringt bricht das Gebäude aus Lüge und Verdrängung für die Familie zusammen.
Mit einem Theaterstück über seine Erinnerungen an seine Jugend und Familie in der Zeit der wirtschaftlichen Depression der 30er Jahre gelang Tennessee Williams 1945 sein erster großer Bühnenerfolg. Milan Peschel inszeniert „Die Glasmenagerie“ als ein expressives, melancholisches Drama, in dem der Amerikanische Traum zum Trauma und der Überlebenswille der Figuren mit energischer Lebendigkeit gegen die Widrigkeit der Existenz behauptet wird.
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