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AMPHITRYON
Premiere am 22. September 2007 im Maxim Gorki Theater Berlin

Langezeit führte "Amphitryon" als vermeintlich bloße Übersetzung des Erfolgsstückes von Molière ein Nischendasein in der Wahrnehmung des kleistschen Gesamtwerkes. Dabei hatte bereits der zeitgenössische Herausgeber Adam Müller zu Recht erkannt: "Eigenthümlich und im edelsten Sinne des Werks original ist diese Bearbeitung des Molière." Den Stoff lieferte eine Randnotiz der griechischen Mythologie: die Zeugungsgeschichte des Herakles. Begeistert von der Schönheit der Alkmene beschließt Zeus, sie in Gestalt ihres Mannes Amphitryon zu besuchen. Die getäuschte Alkmene erlebt mit dem falschen Ehemann eine unvergessliche Liebesnacht. Der echte Amphitryon, als Sieger aus der Schlacht heimgekehrt, erlebt seine größte Niederlage im Privaten: Ein anderer raubt ihm seine Identität. Was bleibt, wenn einem alles genommen wird, wenn selbst das Ich abhanden kommt? Vom titelgebenden Helden lenkt Kleist den Fokus auf Alkmene und lässt sie auf die Frage nach dem Ich mit dem berühmtesten "Ach!" der Literaturgeschichte antworten: drei Buchstaben, die die Komödie ins Schleudern bringen.

Nominiert für den Friedrich-Luft-Preis 2007 der Berliner Morgenpost
Jupiter/Amphitryon Hans Löw Alkmene Anja Schneider Merkur Michael Klammer Sosias Robert Kuchenbuch Charis Hilke Altefrohne Regie Jan Bosse Bühne Stéphane Laimé Kostüme Dagmar Fabisch Musik Arno Kraehahn Dramaturgie Ludwig Haugk

Termine:
Sa 11.09.2010 19:30 Uhr Bühne
Mo 13.09.2010 18:00 Uhr Stadthafen Stralsund